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Energiebewusstes Autofahren
- Bereits beim Autokauf Treibstoff sparen. Ein Blick auf die Angaben über den Treibstoffverbrauch lohnt sich: Wenn beispielsweise Ihr Auto auf 100 km im Schnitt nur einen Liter weniger Sprit verbraucht, macht das bei einer Jahreskilometerzahl von 20.000 km eine Ersparnis von 200 Liter aus.
- Kurzstrecken mit dem Auto kommen besonders teuer. Unserer Lebensweise entsprechend, betragen 9 von 10 Autofahrten weniger als 20 Kilometer. Tests haben ergeben: Der Treibstoffverbrauch eines Mittelklassewagens liegt direkt nach dem Start bei 40 Liter/100 Km. Nach einem Kilometer Fahrt sind es noch immer 20 Liter. Erst nach vier Kilometern erreicht der Verbrauch das normale Niveau.
- Versuchen Sie, der Situation entsprechend, die Geschwindigkeit zu senken. Diese Maßnahme trägt nicht nur deutlich zum Treibstoffsparen bei sondern entlastet die Umwelt, senkt das Unfallrisiko und die Schwere der Unfälle.
- Reduzieren Sie das Gesamtgewicht des Fahrzeuges. Überflüssige Ladung, z.B. die Schneeketten im Sommer, sollten ausgeräumt werden. Pro 100 Kilogramm erhöht sich der Kraftstoffverbrauch um etwa einen Liter auf 100 Kilometern.
- Richtiges Schalten ist wichtig. Schalten Sie möglichst bald in höhere Gänge. Ein Testfahrzeug, das im vierten Gang mit 60 km/h 100 km zurück legt, verbraucht auf ebener Strecke nur 5,8 Liter Treibstoff. Wäre dieselbe Distanz mit derselben Geschwindigkeit im dritten Gang absolviert worden, wäre der Treibstoffverbrauch auf 9 Liter/100 km gestiegen!
- Der Dachgepäckträger kostet Energie. Ein mit 130 km/h fahrender Mittelklassewagen mit einem Skiträger am Dach verbraucht um etwa 15 % mehr und mit einem Dachträger sogar um etwa 25 % mehr. Daher möglichst nicht mit leerem Träger fahren, denn dabei werden pro tausend Kilometer an die 25 Liter Treibstoff mehr verbraucht.
- Die regelmäßige Wartung Ihres Autos ist eine unabdingbare Voraussetzung für energiesparendes Fahren. Verrußte und abgenutzte Zündkerzen können ihre Funktion nicht mehr zufriedenstellend erfüllen. Das führt zu Leistungsverlust und einem Mehrverbrauch an Treibstoff. Auch Vergaser, Zündung und Leerlaufeinstellung wollen regelmäßig überprüft werden, da andernfalls auch hier der Treibstoffverbrauch erheblich steigt.
- Die vom Hersteller empfohlene Reifendimension verwenden. Der Reifendruck sollte regelmäßig kontrolliert werden. Ein zu geringer Reifendruck kann den Treibstoffverbrauch um bis zu 8 % erhöhen. Es gibt auch spezielle "Energy" Reifentypen mit verringertem Reibungsverlust in der Reifenstruktur zur Senkung des Energieverbrauchs.
- Eile mit Weile. Sind sie nicht beeindruckend, die "dynamischen" Zeitgenossen, die auf jede rote Ampel zustürmen, um nach einer Vollbremsung wieder mit Vollgas loszufahren? Vor allem im Stadtgebiet kann diese unökonomische Fahrweise den Treibstoffverbrauch deutlich steigern, laut Studien um bis zu 40 %. Vorausschauendes Fahren, Beibehalten einer konstanten Geschwindigkeit und sanftes Bremsen und Anhalten garantieren dagegen einen niedrigen Treibstoffverbrauch und schonen Umwelt und Geldbörse.
- Motor bei Stillstand des Fahrzeugs abschalten. Der Motor sollte auch bei kürzeren Stopps (ab ca. 30 Sek.) abgestellt werden. Der Treibstoffverbrauch im Leerlauf beträgt 1 – 2 Liter pro Stunde. Das heißt, 3 Minuten Leerlauf kosten gleichviel wie 1 km Fahrstrecke mit Tempo 50. Ebenfalls sollte man nach Möglichkeit Staus und zähfließenden Verkehr aus Energiespargründen vermeiden.
- Bei Fahrtverlangsamung nicht auskuppeln (Leerlauf) und bremsen sondern mit dem Motor bremsen, wenn die Fahrsituation es erlaubt. Bei vielen Motorentypen wird hierbei automatisch die Treibstoffzufuhr abgestellt (automatic fuel cut-off). Im Leerlauf dagegen liegt ein geringer Treibstoffverbrauch vor.
- Im Hochsommer nicht unbedingt randvoll tanken. Ist es wärmer als 20°C, sollten Sie nie randvoll tanken, denn der Treibstoff dehnt sich bei höheren Temperaturen aus und rinnt durch die Entlüftungsschläuche aus. Das kostet nicht nur Energie, sondern schädigt auch die Umwelt.
- Eine Alternative zu Benzin oder Diesel stellen Erdgasfahrzeuge, Flüssiggas(LPG) und Hybridfahrzeuge dar.
(Quelle: Agence de l'Energie)
