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Erdgasheizung

Die Erdgasnutzung hat eine lange Tradition. Schon um 2000 v. Chr. soll Erdgas in China zum Beheizen von Salzsolepfannen genutzt worden sein. Im Mittelalter gab es in Italien bereits Rohrleitungen für den Transport von Erdgas, das für Heiz- und Leuchtzwecke verwendet wurde.

Die heute bekannten Vorräte lassen eine sichere Förderung von mindestens 60 Jahren zu. Darüber hinaus werden ständig neue Quellen geortet.

Gastherme

Die veralteten Standard- bzw. Konstanttemperaturkessel laufen praktisch das ganze Jahr über mit gleichbleibend hoher Kesselwassertemperatur, egal ob Wärme abgenommen wird oder nicht. Ständig wird eine Temperatur des Kesselwassers von 70 bis 80 °C gehalten, obwohl nur an wenigen Tagen eine solch hohe Heizwassertemperatur benötigt wird. Die Folge: hohe Verluste und ein Energieverbrauch, der weit über dem Notwendigen liegt. Wird mit einem solchen Kessel auch im Sommer warmes Wasser gemacht, ist die unnötige Wärmeabgabe besonders hoch. Insgesamt werden 30 bis 40 % der mit dem Brennstoff eingesetzten Wärme an den Keller und den Schornstein abgeführt. Der Austausch eines solchen Kessels gegen einen neuen Niedertemperatur-Heizkessel bringt Einsparungen von etwa 30 %.

Niedertemperaturkessel

Die heute verfügbare Niedertemperatur-Kesseltechnik zeichnet sich durch gute Wirkungsgrade und niedrigen Schadstoffausstoß aus. Sie haben einen hohen Qualitätsstandard erreicht. Mit Gas-Niedertemperatur-Heizkesseln, wozu auch die modernen Thermen zählen - wird es im Haus genauso warm wie mit einem herkömmlichen Standard-Heizkessel. Nur sind die Verluste bei diesen seit Mitte der 80er Jahre verfügbaren Kesseln geringer. Ein spezieller Aufbau und eine ausgeklügelte Regelungstechnik ermöglichen eine Betriebsweise, bei der immer nur so viel Wärme bereitgestellt wird, wie gerade benötigt wird.

Die Bezeichnung Niedertemperatur-Heizkessel ist aus der Funktionsweise der Kessel abgeleitet. Sie arbeiten mit einer im Durchschnitt niedrigen, gleitenden Temperatur des Kesselwassers, je nach dem wie hoch der Wärmebedarf ist. Diese energiesparende Betriebsweise war mit Standardheizkesseln bisher nicht möglich. Eine wichtige regelungstechnische Voraussetzung für die gleitende Betriebsweise ist eine witterungsgeführte oder bedarfsgeführte Vorlauftemperaturregelung.

Brennwertkessel

Durch den Einsatz eines Gas-Brennwertheizgerätes wird der Brennstoff Erdgas wesentlich besser ausgenutzt. Brennwertheizgeräte machen sich das zunutze, was bei herkömmlicher Heiztechnik den Verlust ausmacht: Wärme, die mit den Abgasen durch den Schornstein entweicht. Folge: Die Umweltbelastung durch Abgase wird deutlich reduziert, die Brennstoffkosten sinken ebenfalls.

In der Wohnung wird es mit einem Brennwertheizgerät genauso behaglich warm wie mit einem herkömmlichen Heizkessel. Damit stellen solche Wärmeerzeuger heute das Optimum moderner Heiztechnik dar.