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Ölheizung

Ein wesentlicher Bestandteil einer Öl-Zentralheizungsanlage ist der Öl-Brenner. Er hat die Aufgabe, den Brennstoff Heizöl so aufzubereiten und zu verbrennen, dass eine möglichst vollständige und schadstoffarme Verbrennung erfolgt. Heute werden dazu fast ausschließlich Öl-Druck-Zerstäubungsbrenner eingesetzt. Sie sichern bei optimaler Einstellung einen guten Ausbrand bei geringen Schadstoffemissionen. Öl-Druck-Zerstäubungsbrenner stehen ab einer Nennwärmeleistung von etwa 16 kW zur Verfügung. Kleine Leistungen sind wegen technischen Schwierigkeiten nicht möglich.

Im Haushalt spielt der Strombedarf von Öl-Brennern eine nicht zu unterschätzende Rolle. Schon manch einer war überrascht über die Steigerung der Haushaltstromrechnung nach Einbau einer Ölheizungsanlage mit Gebläsebrenner.

Denn bei Öl-Heizungen verursacht neben den Pumpen und der Regelelektronik vor allem der Ölbrenner des Heizkessels einen oft unterschätzten Stromverbrauch.

Bei einem Öl-Druck-Zerstäubungsbrenner verursachen folgende Baugruppen einen anteiligen Strombedarf:

  • Gebläsemotor und Öl-Förderpumpe von ca. 60 %
  • Ölvorwärmung von ca. 30 %
  • Zündung
  • Magnetventile

Um eine gleichbleibende Güte und Stabilität der Verbrennung zu sichern, ist bei Öl-Heizungsanlagen eine regelmäßige Wartung wichtig, wobei es insbesondere auf die sorgfältige Einstellung des Brenners ankommt. Hinweise auf die Qualität der Verbrennung gibt Ihnen das Abgasprotokoll, welches bei der jährlichen Wartung ausgestellt wird.

Niedertemperatur-Heizkessel

Moderne Heizkessel zur Verbrennung von Heizöl haben einen hohen Qualitätsstandard erreicht. Die heute verfügbare Niedertemperatur-Kesseltechnik zeichnet sich durch gute Wirkungsgrade und niedrigen Schadstoffausstoß aus.

Die Bezeichnung Niedertemperatur-Heizkessel ist aus der Funktionsweise der Kessel abgeleitet. Sie arbeiten mit einer im Durchschnitt niedrigen, gleitenden Temperatur des Kesselwassers, je nach dem wie hoch der Wärmebedarf ist. Diese energiesparende Betriebsweise war mit Standardheizkesseln bisher nicht möglich. Eine wichtige regelungstechnische Voraussetzung für die gleitende Betriebsweise ist eine witterungsgeführte oder bedarfsgeführte Vorlauftemperaturregelung.

Brennwerttechnik

Bei herkömmlichen Öl-Heizungskesseln kann und darf ein Teil der erzeugten Wärme nicht genutzt werden. Denn um die korrosionsfördernde Kondensation von Wasserdampf im Kessel und Rauchrohr zu verhindern, dürfen sich die Abgase nicht unter 150 °C abkühlen. Im Gegensatz dazu der Brennwertheizkessel.

Mit der Öl-Brennwerttechnik kann dieser Verlust auf etwa 5 % reduziert werden. Im Vergleich zu Altanlagen mit Konstanttemperaturkesseln können bis zu 30 % Heizöl eingespart werden. Im Vergleich zu heute üblichen Niedertemperaturkesseln liegen die Einsparungen etwa bei 10 %.



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