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Thermische Solaranlage

Solarthermie ist die Umwandlung von Sonnenlicht in Wärme mit Hilfe eines Solarkollektors. Anwendung findet Solarthermie überall dort, wo Warmwasser gebraucht wird (Wohnhäuser, Krankenhäuser, Seniorenheime, Sportanlagen, Campingplätze, Hotels, verschiedene Gewerbe, Waschanlagen, ...). Dank der Solarthermie können Energiekosten eingespart werden.

Die Wärme wird hauptsächlich zur Erwärmung des Brauchwassers verwertet. Eine thermische Solaranlage liefert bei adäquater Auslegung genug Wärme, um 60 bis 70% des jährlichen Energiebedarfs für die Warmwasserbereitung zu decken. Von Mai bis September kann eine Solaranlage die Warmwasserbereitung oft alleine übernehmen, so dass der Heizkessel während dieser Zeit ausgeschaltet werden kann.

Eine thermische Solaranlage besteht im Wesentlichen aus folgenden Komponenten:

  • Solarkollektor
  • Wärmespeicher
  • Solarkreis (mit Regelung)

Die im Solarkollektor erzeugte Wärme wird über eine Trägerflüssigkeit in den Wärmespeicher geleitet, wo das Brauchwasser erhitzt wird. Bei Bedarf wird das solar erwärmte Brauchwasser gezapft.

Eine Solaranlage zur Brauchwassererwärmung in einem Einfamilienhaus benötigt üblicherweise eine Solarkollektorfläche von 5 bis 6 m2 und einen Wärmespeicher mit einem Fassungsvermögen von 300 bis 400l.

Zusätzlich kann über eine angepasste Technik (größere Solarkollektorfläche und angepasstes Speicherkonzept mit größerem Speichervolumen) die Heizung unterstützt werden.

Solarthermische Anlagen sind technisch ausgereift und haben eine Lebensdauer von ca. 20 Jahren. Sie weisen nur geringe Betriebskosten (Instandhaltung, Versicherung) auf und sind wartungsarm.

(Quelle: Agence de l'Energie)